Was zur Welle…!?
Der ME-Wert ist keine Konstante – er ist sowohl spannungs- als auch dehnungsabhängig.
Die Frage: Wie bekommt man dieses nichtlineare Verhalten im Alltag in den Griff?
Die Antwort: die Scherwellengeschwindigkeit
Mit der Messung der Scherwellengeschwindigkeit bestimmen wir eine echte „Schlüsselgrösse“ der Geotechnik: Sie zeigt uns, wie steif der Boden bei sehr kleinen Verformungen ist – also genau dort, wo alles beginnt.
Und dann wird’s spannend, die Grafik zeigt die Funktionsweise: Die Scherwellengeschwindigkeit bestimmt den Beginn der Kurve also die initiale Steifigkeit des Baugrunds.
Der weitere Verlauf? Lässt sich mathematisch beschreiben. Hieraus kann man schliesslich Sekanten- und Tangentensteifigkeiten ableiten. Gleichzeitig ist klar: die Steifigkeitsentwicklung hängt eng mit der Scherfestigkeit und dem In-situ Spannungszustand zusammen.
Mit einer passenden Querdehnungszahl lassen sich die verschiedenen ermittelten Steifigkeitsparameter miteinander verknüpfen – und am Ende landet man bei dem, was im Alltag benötigt wird: dem Zusammendrückungsmodul ME unter In-situ-Bedingungen.
Kurz gesagt: Mit der Scherwellengeschwindigkeit ermitteln wir nicht nur einen Steifigkeitswert – sondern verstehen das Verformungsverhalten des Bodens.

07.05.2026

